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Pressemitteilung: Erste Doktorandin im BayWISS-Verbundkolleg

19. August 2019

Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 100/2019 vom 19.08.2019

Das jüngste Verbundkolleg des Bayerischen Wissenschaftsforums – BayWISS hat die erste Doktorandin aufgenommen: Esther Baumann startet im BayWISS-Verbundkolleg ‚Life Sciences und Grüne Technologien‘ in die Verbundpromotion. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) als Sitzhochschule, die Technische Hochschule Deggendorf und die Universität Bayreuth tragen das Verbundkolleg gemeinsam. Es fördert kooperativ betreute Promotionen innerhalb Bayerns im Bereich Lebenswissenschaften, die einen starken Anwendungsbezug und das Ziel nachhaltiger Entwicklung vorweisen.


Feuchtwiese im mittelfränkischen Altmühltal, dem Projektgebiet von Esther Baumanns Forschungsarbeit.

Esther Baumann qualifizierte sich mit ihrem herausragenden Promotionsprojekt an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) für die Mitgliedschaft im BayWISS-Verbundkolleg. „Ich freue mich auf die zusätzliche Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch. Diese halte ich besonders für Promovenden an Hochschulen für angewandte Wissenschaften für wichtig, da dort die wissenschaftlichen Arbeitsgruppen eher klein sind“, erläutert die Nachwuchswissenschaftlerin.

Die Verbundpromotion: Mehr als Promotionsförderung

Die Verbundpromotion ist eine Weiterentwicklung der kooperativen Promotion – das ist eine Promotion, die von einer Hochschule für angewandte Wissenschaften und einer Universität gemeinsam betreut wird – und birgt sowohl für die Promovierenden als auch für die betreuenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhebliche Vorteile. Ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst wird den BayWISS-Promovierenden ein planbarer Weg zur Promotion sowie eine individuelle Förderung, die weit über die Forschungsarbeit hinausgeht und eine Ergänzung zu den vorhandenen Promotionsprogrammen an den jeweiligen Hochschulen darstellt, geboten. Darüber hinaus unterstützt das BayWISS-Verbundkolleg die effektive Zusammenführung verschiedener, bislang separater Netzwerke und fördert die Kultur wissenschaftlicher Zusammenarbeit. Dem Motto ‚Gemeinsam Forschen für eine bessere und nachhaltigere Zukunft‘ folgend, blickt das BayWISS-Verbundkolleg ‚Life Sciences und Grüne Technologien‘ zukünftigen Forschungsaktivitäten zuversichtlich entgegen.

Biodiversität als Promotionsthema

Die gebürtige Oberpfälzerin Esther Baumann absolvierte ihr Geoökologie-Bachelorstudium an der Universität Bayreuth und machte dort im Rahmen des Förderprogramms ‚Elitenetzwerk Bayern‘ auch ihren Master (M. Sc.) im Elitestudiengang ‚Global Change Ecology‘. Nachdem sie in ihrer Bachelorarbeit die pflanzliche Diversität im italienischen Nationalpark Gran Paradiso untersuchte und sie ihre Masterarbeit für Feldaufnahmen auf die Vulkaninsel La Réunion führte, richtet die Nachwuchsforscherin nun ihren Fokus wieder auf Bayern:

In ihrer Promotionsarbeit beschäftigt sie sich mit der hochaktuellen Problematik der schwindenden Biodiversität heimischer Ökosysteme. Eine Feuchtwiese im mittelfränkischen Altmühltal (siehe auch Abb.) ist ein Projektgebiet von Esther Baumanns Forschungsarbeit. Der Große Wiesenknopf im Vordergrund der Abbildung blüht vor allem auf Wiesen, auf denen die Maßnahmen des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms angewandt wurden und ist ansonsten nur noch selten zu finden. In dem dreijährigen, vom Freistaat Bayern geförderten und an der HSWT durchgeführten Forschungsprojekt untersucht sie Fragestellungen wie

  • Welche Lebensräume in grünlanddominierten Landschaften sind besonders artenreich?
  • Welche Vielfalt an Arten und Vegetationstypen ist vorhanden?
  • Was können Naturschutzmaßnahmen für die Biodiversität bewirken?

Die kooperative Betreuung teilen sich Prof. Dr. Michael Rudner von der HSWT, Fachgebiet Geobotanik, Landschafts- und Pflanzenökologie und Dekan der Fakultät Umweltingenieurwesen, sowie Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein, Inhaber des Lehrstuhls Biogeografie an der Universität Bayreuth.

Das Bayerische Wissenschaftsforum – BayWISS

Die Präsidentinnen und Präsidenten aller bayerischen Hochschulen unterzeichneten 2015 eine Vereinbarung zum Bayerischen Wissenschaftsforum – BayWISS, das künftig die Zusammenarbeit koordiniert. So arbeiten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bspw. bei der Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern eng und gleichberechtigt zusammen. Die Arbeitsebene für eine vertiefte Zusammenarbeit der Hochschularten bilden Fachforen wie das zur Verbundpromotion.


Kontakt:

Dr. Michaela Stegmann
Verbundkolleg Life Sciences und Grüne Technologien
Bayerisches Wissenschaftsforum – BayWISS
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Am Staudengarten 9
85354 Freising
E-Mail: life-sciences.vk@baywiss.de
www.baywiss.de

Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein
Inhaber des Lehrstuhls Biogeografie
Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften
Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER)
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / GEO II
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-2270
E-Mail: carl.beierkuhnlein@uni-bayreuth.de
www.biogeo.uni-bayreuth.de



Redaktion:

Brigitte Kohlberg
Stv. Pressesprecherin – Hochschulkommunikation
Marketing Communications
Stabsabteilung Presse, Marketing und Kommunikation
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / ZUV
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5357 oder -5324
E-Mail: pressestelle@uni-bayreuth.de
www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse
 

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